Die DIN 18533 regelt die Abdichtung erdberührter Bauteile und hat 2017 Teile der älteren DIN 18195 abgelöst. Ein Thema, das in der Praxis aktuell für viel Diskussion sorgt, ist der Schutz der Bauwerksabdichtung: Die klassische, einlagige Noppenfolie gilt bei vielen Abdichtungsarten nach DIN 18533 nicht mehr als ausreichende Schutzschicht.
Die wichtigsten Punkte für die Praxis
- Einfache Noppenbahnen reichen oft nicht mehr aus: Auf Abdichtungen nach DIN 18533 – etwa mit bahnenförmigen Abdichtungsstoffen (Teil 2) oder flüssig zu verarbeitenden Abdichtungsstoffen (Teil 3) – dürfen häufig keine einfachen Noppenbahnen mehr verwendet werden.
- Dränbahnen statt Noppenfolie: Stattdessen kommen meist Dränbahnen zum Einsatz, die zusätzlich mit einer integrierten Gleit-, Schutz- und Lastverteilungsschicht ausgerüstet sind – etwa Schutzbahnen mit Gleit- und Filtervlies.
- Ausnahme bei druckstabilen Untergründen: Auf druckstabilem WU-Beton können einfache Noppenbahnen weiterhin infrage kommen, sofern keine Flächendränung nach DIN 4095 erforderlich ist.
- Ziel der Regelung: Punktuelle Belastungen und Erdbewegungen sollen die Abdichtung nicht beschädigen können – ein häufiger Grund für spätere Feuchtigkeitsschäden am Bauwerk.
Warum das wichtig ist
Fehler beim Schutz der Abdichtung zählen zu den häufigsten Ursachen für Feuchtigkeitsschäden im Nachhinein. Auf vielen Baustellen kommen noch immer einfache Noppenbahnen zum Einsatz, obwohl diese den aktuellen Anforderungen oft nicht mehr entsprechen. Planer und ausführende Betriebe sollten deshalb bei jedem Projekt genau prüfen, welche Abdichtungsart vorliegt und welche Schutzschicht dafür tatsächlich zulässig ist.
Hinweis: Die genauen Anforderungen hängen stark vom gewählten Abdichtungssystem ab. Für verbindliche Aussagen zum aktuellen Norm-Stand empfiehlt sich ein Blick in die jeweils gültige Fassung der DIN 18533-2/-3 bzw. eine Rückfrage beim Hersteller des Abdichtungssystems.
Stand: Juli 2026.